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MPU Fragen

10 MPU Fragen wie sie in jeder MPU gestellt werden.

Hier erfahren Sie, welche Fragen bei jeder MPU gestellt werden. Grundsätzlich gibt es keinen vorgegeben Fragenkatalog, den Gutachten abarbeiten. Es gibt allerdings Themenbereiche, die bei einer MPU hinterfragt werden. Wie, bzw. mit welcher Formulierung, die Fragen gestellt werden, obliegt dem Gutachter.

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MPU Fragen

Allein die Kenntnis über die Themenbereiche mit den möglichen MPU Fragen bedeutet nicht zwangsläufig, auch die Antworten zu kennen. Hierzu ist umfangreiches Wissen erforderlich. 90 % der Antworten sind individuell. Sie müssen zu Ihrem Fall und Ihrer Problematik passen, damit die Antworten auf die MPU Fragen für den Gutachter nachvollziehbar sind. Daher hilft es nicht, mögliche Antworten, die Sie im Internet finden, auswendig zu lernen. Sie dürfen davon ausgehen, dass der Gutachter diese Antworten kennt. Er merkt dann sofort, dass Sie sich nicht wirklich mit den Anforderungen einer MPU beschäftigt haben, was zu einem negativen Ergebnis führt.

Jetzt stelle ich Ihnen mal die MPU Fragen vor, die bei jeder MPU auftauchen. Also unabhängig davon, ob Sie wegen Alkohol, Drogen oder Punkten zur MPU müssen.

10 MPU Fragen als Video

Wenn Sie sich die 10 MPU Fragen lieber in einem Video anschauen möchten, dann klicken Sie hier

MPU Fragen 1: Warum sind Sie heute hier?

99 % der MPU Betroffenen würden spontan antworten, dass sie wegen dem Führerschein hier sind. Den wollen sie ja schließlich zurück bekommen, oder nicht verlieren.

Mit einer Antwort, die auf den Führerschein ausgerichtet ist, hat man schon ins erste Fettnäpfchen getreten. Bei einer MPU geht es darum, die Zweifel der Fahrerlaubnisbehörde an der Fahreignung auszuräumen.

In den Anleitungen Alkohol und Drogen ist beschrieben, wie Sie die Antwort individuell gestalten und gleich die ersten Pluspunkte beim Gutachter sammeln.

MPU Fragen 2: Was wollen Sie heute ausdrücken?

Unvorbereitet wird hier meist geantwortet, man habe einen großen Fehler begangen und sei sich sicher, diesen nicht zu wiederholen. Mit einer solchen Antwort ist dem Gutachter sofort klar, dass Sie sich nicht wirklich mit der MPU auseinandergesetzt haben.

Wer etwas an sich und seinem Leben positiv verändert hat, hat auch etwas was er ausdrücken möchte.

MPU Fragen 3: Wie ist das Delikt entstanden?

Egal ob Alkohol-, Drogen-, oder Punktedelikt, der Gutachter interessiert sich immer für die Entstehung, also warum und wie es zu dem Delikt kam. Gerade das Warum wird gerne damit beantwortet, dass man sich nichts dabei gedacht hat. Auch meine Kunden geben mir in der Beratung gerne diese Antwort. Allerdings können sie dann nicht erklären, wie das denn funktioniert – nichts dabei denken. Es muss ja immer einen Entschluss geben, das Delikt zu begehen. Nur ist dieser meist nicht bewusst.

Die richtige Antwort, oder besser gesagt Erklärung, hängt sehr stark vom Delikttyp, den individuellen Umständen und der Persönlichkeit ab. Von daher sind die kurzen Erklärungen, die man zu dieser MPU Frage im Internet findet, nur für pauschale Antworten geeignet, die aber zu einem negativen Ergebnis führen.

In den Anleitungen Alkohol und Drogen ist ausführlich beschrieben, wie Sie sich individuell mit dieser MPU Frage auseinandersetzen können.

MPU Fragen 4: Welche Konsequenz haben Sie aus diesem Delikt gezogen?

Auf diese MPU Frage wird gerne geantwortet, dass man den Führerschein verloren hat, oder einen weiteren Punkt bekommen hat. Das ist allerdings eine Konsequenz, die nicht Sie, sondern der Gesetzgeber gezogen hat. Der MPU Gutachter möchte wissen, ob Sie selbst eine Konsequenz aus dem Delikt gezogen haben.

Die Antwort ist abhängig von dem weiteren aktenkundigen Verlauf und der Art des Vergehens. Dabei gibt es einige Stolperfallen, die es zu beachten gilt. Auf was Sie in Ihrem Fall achten sollten, erfahren Sie in den entsprechenden MPU Anleitungen.

MPU Fragen 5: Was sind die persönlichen Gründe für das Delikt, bzw. Konsum?

Bei den Mehrfachpunktetätern geht es um die Häufigkeit der Delikte, während es bei Alkohol und Drogen um den Konsum geht. Bei der MPU Frage zu den persönlichen Gründen haben die meisten MPU Betroffenen erhebliche Erklärungsnot.

Der Gutachter erwartet, dass Sie die persönlichkeitsbedingten Gründe erklären können. Diese sind so unterschiedlich, wie die Menschen selbst. In den Anleitungen Alkohol und Drogen gehe ich zwar auch umfangreich auf die persönlichen Gründe ein, trotzdem habe ich hierzu noch ein eigenes Buch verfasst.

Die Anleitung „Idiotentestfragen Persönliche Gründe“ erklärt die Grundlagen einer Persönlichkeitsbildung. Mit dieser Anleitung fällt es Ihnen sicherlich leichter, diese komplexe Thematik zu erfassen und die richtige Antwort zu finden.

MPU Fragen 6: Was hat sich bei Ihnen verändert?

Diese MPU Frage steht in engem Zusammenhang mit der vorherigen Frage, bezieht sich bei Alkohol- oder Drogendelikten natürlich auch auf den Konsum.

Sind die persönlichen Gründe nicht bekannt, können geschilderte Veränderungen vom Gutachter nicht ausreichend bewertet werden. Oftmals werden Veränderungen auch nur als Umstände beschrieben. Wenn sich Umstände, wie z. B. der Arbeitsplatz oder der Lebenspartner, verändert haben, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass sich auch Ihre Persönlichkeit verändert hat. Dies wäre aber die Voraussetzung dafür, dass Sie zukünftig nicht in gleicher oder ähnlicher Art und Weise handeln, wie es bei dem Delikt der Fall war.

MPU Fragen 7: Wie wollen Sie zukünftig zuverlässig weitere Delikte vermeiden?

Die Vermeidungsstrategien sind auch wieder sehr stark von den persönlichen Gründen und der Art des Delikts abhängig. Bei Alkohol- und Drogendelikten natürlich auch von der entsprechenden Konsumproblematik.

Hierzu finden sich im Internet Antworten, die zwar plausibel klingen, aber viel zu pauschal sind, als dass sie für ein positives Gutachten geeignet wären.

In den Anleitungen erkläre ich verständlich, wie Sie je nach Fallkonstellation Ihre individuelle Antwort finden.

MPU Fragen 8: Haben Sie fachliche Hilfe in Anspruch genommen?

Natürlich werten Gutachter es positiv, wenn fachliche Hilfe in Anspruch genommen wurde. Allerdings ist dies weder zwingend, noch gibt es Vorgaben, wie diese fachliche Hilfe aussehen soll. Entscheidend ist immer, wie Sie von der fachlichen Hilfe profitieren konnten.

Mit den Schritt für Schritt Anleitungen zur MPU Vorbereitung nehmen Sie definitiv fachliche Hilfe in Anspruch. Zum Unterschied zu den meisten MPU Ratgeber Büchern sind es eben, wie der Name schon aussagt, Anleitungen.

MPU Fragen 9: Was könnte es für Glatteisstellen geben?

Auch wenn sich Ihr Leben und Ihre Persönlichkeit positiv entwickelt haben, kann es immer wieder mal Rückschläge geben. Diese möglichen Rückschläge gilt es zu beschreiben und entsprechende Strategien zu haben, um nicht in alte Denk- und Verhaltensmuster zu fallen.

Die Glatteisstellen müssen zu Ihren persönlichen Gründen passen und die Strategien sollten erprobt und positiv erlebt worden sein.

Auch hier führen pauschale Antworten zu einem negativen Gutachten.

MPU Fragen 10: Möchten Sie dem Gesagten noch etwas hinzufügen?

Dies ist die abschließende MPU Frage der Gutachter. Wenn Sie hierzu antworten wollen, sollten Sie noch mal die positiv erlebten Veränderungen beschreiben.

 

Zu den 10 MPU Fragen kommen noch jede Menge weitere, die dann anlassspezifisch sind.   D.h., je nachdem aus welchem Anlass Sie eine MPU machen müssen (Alkohol, Drogen oder Punkte). Des Weiteren sind die hier angeführten Fragen aus dem psychologischen Teil der MPU. Im medizinischen Teil werden auch noch einige MPU Fragen gestellt.

Achtung: Sie müssen die Zweifel der Behörde ausräumen. Dabei ist es nicht so, wie z. B. bei der theoretischen Führerscheinprüfung, dass Sie eine bestimmte Anzahl an Fehlern machen dürfen und immer noch bestehen. Deshalb ist es sehr wichtig, um die MPU zu bestehen, sich mit allen Fragen intensiv und vor allem, auf die eigene Person bezogen, vorzubereiten.

Um das zu bewerkstelligen habe ich die Anleitungen zur MPU Vorbereitung geschrieben. Hier sind alle MPU Fragen der Gutachter angeführt und ausführlich erklärt. Auch erhalten Sie eine Anleitung, wie Sie diese individuell, also auf Ihren Fall, bzw. Ihre Person, bezogen, beantworten können.